Berufsbildungsmodernisierungsgesetz (BBiMoG) beschlossen

Berufsbildungsmodernisierungsgesetz (BBiMoG) beschlossen

09. Januar 2020 | BWV Bildungsverband

Das Gesetz zur Modernisierung und Stärkung der beruflichen Bildung (BBiMoG) ist durch den Deutschen Bundestag bereits am 24. Oktober 2019 beschlossen worden.

Der Bundesrat hat nun am 29. November 2019 seine Zustimmung erteilt. Damit treten das BBiMoG und die hieraus resultierenden Änderungen für das Berufsbildungsgesetz (BBiG) zum 1. Januar 2020 in Kraft.

Die wichtigsten Änderungen im Überblick sind:

  • Teilzeitausbildung: Durch § 7a BBiG wird die Teilzeitausbildung als eine grundsätzlich für die Gestaltung von Ausbildungsverhältnissen bestehende Option in das BBiG aufgenommen.
  • Mindestausbildungsvergütung § 17 BBiG: Ab 1. Januar 2020 muss in der Regel für alle Ausbildungsverhältnisse, die in diesem Kalenderjahr in Kraft treten, im ersten Ausbildungsjahr mindestens eine Vergütung von 515 €, im zweiten Ausbildungsjahr mindestens in Höhe von 608 € und im dritten Ausbildungsjahr mindestens in Höhe von 695 € vorgesehen werden.
  • Freistellung und Entschädigung ehrenamtlicher Prüfer/-innen § 40 Abs. 6 und 6a BBiG: Prüfer/-innen sind demnach für die Durchführung von Prüfungen freizustellen, soweit keine wichtigen betrieblichen Gründe dem entgegenstehen.
  • Höherqualifizierende Berufsbildung § 53 BBiG: Für den in der Praxis etablierten Begriff der „Aufstiegsfortbildung“ wird durch § 53 der Begriff der „höherqualifizierenden Berufsbildung“ eingeführt.
  • Abschlussbezeichnungen der höherqualifizierenden Berufsbildung §§ 53b, 53c, 53d BBiG: Aufnahme der Bezeichnung „Bachelor Professional in…“
Ansprechpartner
Wolfgang Roth 089 922001-818